Überreste deutscher Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg vor den Toren Berlins ausgegraben _s2de
Überreste deutscher Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg, teilweise noch in Stiefeln, Helmen und mit Waffen, wurden kürzlich vom Verein zur Bergung Gefallener in Klessin bei Bardenburg ausgegraben. Die besagte Stellung, die Seelower Höhen, war als „Tor zu Berlin“ bekannt.
Diese deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs starben in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs bei der Verteidigung des besagten Gebiets gegen die Rote Armee in der Schlacht auf den Seelower Höhen. Das besagte Gefecht war Teil des sowjetischen Angriffs auf die deutsche Hauptstadt, der im April 1945 drei Tage dauerte.
In der besagten Schlacht griffen etwa eine Million sowjetische Soldaten unter dem Kommando von Marschall Georgi Schukow die besagte Stellung an. Die Tore Berlins hingegen wurden von 110.000 deutschen Soldaten der 9. Armee aus dem Zweiten Weltkrieg verteidigt.
Die Seelower Höhen waren Schauplatz einer der erbittertsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Sie begannen mit schwerem Artilleriebeschuss in den frühen Morgenstunden des 16. April. Drei Tage später durchbrach die Rote Armee die letzte deutsche Frontlinie. Zwischen den vorrückenden sowjetischen Soldaten und der Reichskanzlei in Berlin lagen nur noch zersplitterte deutsche Einheiten.
Berichten zufolge fielen während des besagten Gefechts zwischen 5.000 und 33.000 russische Soldaten. Gleichzeitig sollen 12.000 deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg gestorben sein. Am 23. April war Berlin vollständig von den alliierten Truppen eingekesselt. Die Schlacht um Berlin hatte ihre letzte Phase erreicht. Vierzehn Tage später beging Hitler Selbstmord, und der Zweite Weltkrieg in Europa war zu Ende.
Und die Überreste der meisten deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs, die in dieser Schlacht umkamen, blieben über die Jahre hinweg an der Stelle liegen, an der sie ursprünglich gefallen waren, und waren mit Schlamm und Erde bedeckt, bis sie vor Kurzem von einem Team der Association for the Recovery of the Fallen ausgegraben wurden.
Der Verein zur Bergung der Gefallenen
Der Verein zur Bergung Gefallener wurde bereits 1992 gegründet und besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern aus der Schweiz, Deutschland, Russland, der Ukraine und den Niederlanden. Aktuell zählt er rund 200 Mitglieder.
Laut der Mission der Organisation ist es das Ziel des Vereins, nach namenlosen Toten zu suchen, die ohne Gedenksteine in Massengräbern beigesetzt wurden, sowie nach jenen, die irgendwo begraben wurden und als vermisst gelten. Dabei spielt es keine Rolle, auf welcher Seite gefallene Soldaten in der Vergangenheit gekämpft haben oder ob sie gut oder böse waren. Gesucht werden ausschließlich Menschen, die einst Väter, Söhne oder Brüder von geliebten Menschen waren.
Der Verband wies außerdem darauf hin, dass auch Soldaten Opfer von Kriegen seien – von Konflikten, die sie weder begonnen noch gewollt hätten.
Um dem Respekt gerecht zu werden, den der Verein verkörpert, hatte das Team ein einfaches Holzkreuz aufgestellt, das mit dem einzigartigen „Kohleneimer“-Helm gekrönt war, den deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg trugen und der ebenfalls in der Gegend der Ausgrabungsstätte gefunden wurde, wo die Überreste freigelegt wurden.