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Übergewichtige Passagiere protestieren gegen die Verweigerung von Rollstuhlhilfe

Die Reise-Influencerin Jaelynn Chaney prangert den internationalen Flughafen Seattle-Tacoma (SeaTac) wegen eklatanter Diskriminierung an, nachdem ihr angeblich aufgrund ihrer Körpergröße die Hilfe für einen Rollstuhl verweigert wurde.

Die 28-Jährige, die über 140.000 TikTok-Follower hat, protestierte am Flughafen, hielt ein Schild mit der Aufschrift „Rollstuhlzugang für alle“ hoch und teilte ein Video, in dem sie ihre Erfahrungen schilderte.

Chaney, die sich als 6XL identifiziert, berichtet von einem belastenden Erlebnis bei ihrem Flug nach SeaTac im Mai 2024. Laut ihren Angaben weigerte sich ein Flughafenmitarbeiter, der zur Unterstützung eingesetzt war, ihr zu helfen, sobald er sah, wem er helfen sollte.

„Sie sah mich, verzog das Gesicht und ging weg“, erzählte Chaney in dem Video. „Alle anderen Passagiere erhielten Hilfe, nur ich wurde zurückgelassen.“

Chaney, die zwar laufen kann, aber regelmäßig für längere Strecken auf einen Rollstuhl angewiesen ist, berichtet, dass sie durch den Vorfall am Flughafen gezwungen war, eine der längsten Fluggastbrücken, die sie je gesehen hat, zu Fuß zu überqueren. Als sie den wartenden Rollstuhl erreichte, seien ihre Lippen weiß geworden, ihr Sauerstoffgehalt im Blut gesunken und sie sei beinahe ohnmächtig geworden.

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„Das war mein erster Flug ohne Sauerstoff“, erklärte sie. „Der Mitarbeiter hat eingeschätzt, was ich körperlich verkraften kann, und sich dann geweigert, mir zu helfen. Das ist nicht nur schlechter Service, das ist gefährlich.“

In ihrer Bildunterschrift verurteilte Chaney SeaTac für das, was sie als ein Muster der Ausgrenzung bezeichnet: „Wenn SeaTac sich weigert, übergewichtigen Menschen zu helfen, sollten sie ihre Diskriminierung schriftlich festhalten. Stattdessen lügen sie, verweigern Dienstleistungen und lassen übergewichtige Reisende mit Behinderung im Stich.“

Sie fügte hinzu: „Das ist inakzeptabel und ich werde nicht schweigen.“

Chaney setzt sich seit Langem für eine bessere Behandlung von übergewichtigen Reisenden ein, und dieser Vorfall ist nur das jüngste Beispiel, das ihren anhaltenden Kampf bestärkt. 2023 startete sie eine Petition, in der sie die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA aufforderte, eine Richtlinie für übergewichtige Passagiere bei allen Fluggesellschaften einzuführen. Ihre Vorschläge umfassen kostenlose Zusatzsitze für größere Passagiere, barrierefreie Sitzplätze und verbesserte Schulungen für das Personal.

Die Petition hat bisher über 39.600 Unterschriften gesammelt, und die Unterstützer teilen in den Kommentaren ihre Frustration. Viele sprachen von den körperlichen und seelischen Beschwerden beim Fliegen, von blauen Flecken an den Knien bis hin zu offener Beschämung aufgrund des Körpergewichts.

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Ein Kommentator bemerkte: „Nachdem ich von einem Sitznachbarn wegen meines Gewichts beleidigt wurde, fliege ich nicht mehr.“ Ein anderer fügte hinzu: „Ich bin groß und komme trotzdem mit blauen Flecken aus dem Flugzeug. Die Fluggesellschaften verkleinern immer mehr Platz und erwarten, dass wir das einfach hinnehmen.“

Chaney ist der Ansicht, dass diese Art von Misshandlung Teil eines größeren Problems ist: „Passagiere mit Übergröße erleben Schmerzen, Demütigungen und manchmal sogar die regelrechte Verweigerung des Service. Das ist nicht nur unangenehm, sondern diskriminierend. Wir verdienen Besseres.“

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