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Eltern werden dringend gebeten, das „Phubbing“ vor ihren Kindern zu unterlassen.

Das Scrollen durch soziale Medien, das eigentlich nur „eine Minute“ dauern sollte, kann schnell zu einer Stunde werden. Experten warnen Eltern jedoch davor, dass ihre Bildschirmgewohnheiten eine schädliche Botschaft an ihre Kinder senden könnten.

Dieses Verhalten, bekannt als Phubbing, tritt auf, wenn jemand die Person, mit der er zusammen ist, ignoriert, um sich auf sein Handy zu konzentrieren. Der Begriff, eine Wortschöpfung aus „Phone“ (Handy) und „Snubbing“ (Ignorieren), entstand 2012 im Rahmen der Kampagne „Stop Phubbing“.

Die Psychologin Mary Alvord, Mitautorin von „Conquer Negative Thinking for Teens“, erklärte gegenüber Very Well Mind , dass Kinder Phubbing oft als Zurückweisung interpretieren. „Sie könnten denken, sie seien unbedeutend“, erklärte Alvord.

„Wenn Kinder anfangen, so zu denken, isolieren sie sich oft. Sie kompensieren dies auch durch übermäßiges negatives oder positives Verhalten, um überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen.“

Bei kleinen Kindern können solche Gefühle zu tieferliegenden emotionalen Problemen führen. Studien zeigen, dass Kinder, die sich ignoriert fühlen, häufiger Symptome von Angstzuständen oder Depressionen entwickeln.

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Eine in der National Library of Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass ein höheres Maß an emotionaler Vernachlässigung im Elternhaus mit verstärkten depressiven Symptomen im Alter von 18 Jahren einherging. Umgekehrt schien eine starke soziale Unterstützung durch Gleichaltrige diese Symptome zu reduzieren.

Smartphones sind zwar aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken (sie dienen als Wecker, Kalender, Nachrichtenquelle und soziale Netzwerke), doch laut Alvord müssen Eltern erkennen, wann deren Nutzung die realen Interaktionen ihrer Kinder beeinträchtigt. „Eltern verlassen sich auf den Komfort von Smartphones … und entwickeln dadurch ein Gefühl der Abhängigkeit“, sagte sie. „Wir hören oft von Eltern, dass sie ohne ihr Handy nirgendwo hingehen können.“

Und nicht nur Kinder spüren die Auswirkungen. Studien legen nahe, dass Phubbing alle Arten von Beziehungen schädigen kann, auch romantische.

Eine von Faruk Caner Yam an der Gaziosmanpaşa-Universität in der Türkei geleitete Studie ergab, dass Paare, die häufig mit Smartphones beschäftigt waren, eine geringere Zufriedenheit und eine schlechtere wahrgenommene Beziehungsqualität angaben. „Zu viel Smartphone-Nutzung während einer romantischen Beziehung beeinträchtigt die Zufriedenheit“, so Yams Fazit. „Es ist sehr wichtig, Paare für den verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones in Beziehungen zu sensibilisieren.“

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Mit anderen Worten: Ein gelegentlicher Blick auf eine Benachrichtigung ist eine Sache, aber wenn man wiederholt das Handy der Person vor einem vorzieht, kann dies eine klare (und verletzende) Botschaft aussenden, sei es an den Partner, einen Freund oder das eigene Kind.

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