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Die Sünde der Einäscherung: Was die Bibel wirklich über die Verbrennung des Leichnams sagt

Seit Jahrhunderten debattieren Gläubige darüber, ob die Feuerbestattung mit der biblischen Lehre vereinbar ist oder ihr widerspricht. In einer Welt, in der die Feuerbestattung oft als praktische oder gar mitfühlende Entscheidung gilt, fragen sich viele Christen noch immer: Entehrt sie Gottes Plan für den Körper? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir Tradition und Emotionen beiseitelassen und erkennen, was die Heilige Schrift tatsächlich über Leben, Tod und die Heiligkeit des menschlichen Körpers offenbart.

Von Anfang an betrachtet die Bibel den menschlichen Körper als etwas Heiliges, von Gottes eigenen Händen geschaffen und zur Auferstehung bestimmt. „Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück“ (1. Mose 3,19) spiegelt eine göttliche Ordnung wider: Die Bestattung ermöglicht dem Körper, in Ruhe zu ruhen und auf den Tag zu warten, an dem Christus die Toten auferweckt. Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament wurden Gläubige begraben, nicht verbrannt. Abraham bestattete Sara, Josefs Gebeine wurden aus Ägypten gebracht, und Jesus selbst wurde in ein Grab gelegt. Die Einäscherung hingegen wurde oft mit Gericht und Entweihung in Verbindung gebracht. In Amos 2,1 verurteilt Gott Moab, weil es die Gebeine des Königs von Edom verbrannt hat – ein symbolischer Akt der Respektlosigkeit und Schändung.

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Dieses Muster legt nahe, dass die Einäscherung nie als Akt der Ehrfurcht verstanden wurde. Feuer wird in der biblischen Bildsprache meist mit Gericht oder der Reinigung von der Sünde in Verbindung gebracht – nicht mit der Sorge um den von Gott geschaffenen Leib. Die Bestattung hingegen spiegelt Hoffnung wider: ein Same, der in die Erde gesät wird, um in Herrlichkeit wieder aufzuerstehen. „So wird es auch mit der Auferstehung der Toten sein: Was gesät wird, ist vergänglich, was auferweckt wird, ist unvergänglich“ (1. Korinther 15,42). Der physische Leib ist, selbst im Tod, Teil von Gottes Erlösungsversprechen und nicht etwas, das zerstört werden soll.

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Dennoch sagt die Heilige Schrift nicht, dass die Einäscherung eine unverzeihliche Sünde sei. Gottes Macht zur Auferstehung ist nicht an Asche oder Staub gebunden. Für viele Gläubige bleibt die Bestattung jedoch ein sichtbarer Akt des Glaubens – ein stilles Bekenntnis, dass wir auf die leibliche Auferstehung und die Heiligkeit der Schöpfung selbst vertrauen. Die Entscheidung ist daher nicht bloß eine Frage der Kosten oder Bequemlichkeit, sondern eine Frage der Überzeugung. Einen Leichnam in die Erde zu legen, anstatt ihn zu verbrennen, bedeutet, die Worte der Hoffnung widerzuspiegeln, die Gläubige seit Generationen trösten: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und dass er am Ende auf der Erde stehen wird“ (Hiob 19,25).

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