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Das Risiko von Schaumbildung im Urin.

Was kann Schaum im Urin bedeuten und wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Viele Menschen haben schon einmal Schaum im Urin bemerkt und ihm keine große Beachtung geschenkt. Oft wird er als normal angesehen, als Folge von starkem Druck beim Wasserlassen, Flüssigkeitsmangel oder einfach als etwas, das „immer vorkommt“. Wenn dieser Schaum jedoch reichlich und anhaltend auftritt und wiederholt vorkommt, kann er ein stilles Warnsignal für die Nierengesundheit sein.

Starker Schaum im Urin ist kein unbedeutendes Problem. Medizinisch gesehen ist er oft das sichtbare Anzeichen eines Problems, das nicht sofort erkennbar ist: Eiweißverlust über die Nieren.

Warum schäumt Urin?

Proteine ​​besitzen eine besondere Eigenschaft: Sie binden Wasser und bilden Schaum, ähnlich wie Seife oder Eiweiß. Normalerweise fungieren die Nieren als extrem feiner Filter, der Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeiten ausscheidet und gleichzeitig wertvolle Substanzen wie Proteine ​​zurückhält.

Wenn dieser Filter beschädigt ist, gelangen Proteine ​​in den Urin. Beim Wasserlassen bilden diese Proteine ​​einen dichteren, hartnäckigeren Schaum, der nicht schnell verschwindet. Es ist wichtig zu wissen, dass gelegentliche, geringe Schaumbildung normal sein kann. Warnzeichen tritt auf, wenn der Schaum:

Reichlich

Wiederholend

Hartnäckig

Schwer zu zerstreuen

Es handelt sich nicht um einen Einzelfall, sondern um ein wiederkehrendes Muster.

Proteinurie: Mehr als ein Anzeichen, ein Frühwarnzeichen

Das Vorhandensein von Eiweiß im Urin, die sogenannte Proteinurie, ist an sich keine Krankheit. Sie ist ein Hinweis darauf, dass die Nierenstruktur geschädigt wird. Man kann es sich wie ein feinmaschiges Sieb vorstellen, das Risse bekommt: Was es eigentlich zurückhalten sollte, tritt aus.

Besorgniserregend ist nicht nur, dass Proteinurie vorkommt, sondern auch, wie häufig sie ist, insbesondere bei Menschen mit Risikofaktoren. Bei Menschen mit Bluthochdruck kann bis zu ein Drittel einen gewissen Eiweißverlust im Urin feststellen. Bei Diabetikern entwickeln 30 bis 40 Prozent im Laufe ihres Lebens eine Nierenschädigung.

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Darüber hinaus steigt die Prävalenz bei Menschen mit Fettleibigkeit, Stoffwechselstörungen oder bei Menschen über 50 Jahren unbemerkt an.

Das große Problem: Es tut nicht weh und es gibt keine Vorwarnung.

Eine beginnende Nierenschädigung verursacht weder Schmerzen noch offensichtliche Symptome. Deshalb erfahren viele Betroffene erst im fortgeschrittenen Stadium davon. Proteinurie ist nur die Spitze des Eisbergs: Die eigentliche Schädigung kann fortschreiten, ohne dass der Patient es bemerkt.

Dies geschieht oft, weil bei routinemäßigen medizinischen Untersuchungen nicht immer aktiv nach diesen Anzeichen gesucht wird und weil der Körper in den frühen Stadien keinen eindeutigen Alarm aussendet.

Wer sollte besondere Aufmerksamkeit erhalten?

Manche Menschen sollten nicht erst handeln, wenn sie Schaum im Urin bemerken. Das Risiko ist höher, wenn Sie:

Ich habe Bluthochdruck

Ich habe Diabetes

Vorgeschichte einer Nierenerkrankung

Ich hatte Autoimmunerkrankungen

Häufige Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten (wie Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac)

Haben Sie Adipositas oder ein metabolisches Syndrom?

In diesen Fällen kann der Proteinverlust lange vor dem Auftreten sichtbarer Symptome beginnen.

Der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Nierenschädigung

Bluthochdruck übt einen permanenten Druck auf die Nieren aus. Dieser erhöhte Druck beeinträchtigt das empfindliche Nierenfiltrationssystem Tag für Tag. Anfangs leisten die Nieren Widerstand. Mit der Zeit verformt dieser anhaltende Druck jedoch die inneren Filterkörperchen, die sogenannten Glomeruli.

Bei einer Schädigung des Glomerulus verliert dieser seine Filterfähigkeit. Er wird durchlässiger und lässt Proteine ​​austreten, was nicht nur auf eine Schädigung hinweist, sondern deren Fortschreiten beschleunigt. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: weitere Schädigung, erhöhter Proteinverlust und fortschreitende Nierenfunktionsverschlechterung.

Wie man das Problem frühzeitig erkennt

Proteinurie lässt sich erkennen, bevor es zu schwerwiegenden Schäden kommt. Einfache und leicht zugängliche Tests ermöglichen die Früherkennung, wie zum Beispiel:

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Urinanalyse

Albumin/Kreatinin-Verhältnis

Quantifizierung von Protein im Urin

Nierenfunktionstest

Mikroalbuminurie ist ein Frühwarnzeichen, vergleichbar mit Rauch vor einem Brand. Es ist der ideale Zeitpunkt, einzugreifen und ein Fortschreiten der Schädigung zu verhindern.

Tipps und Empfehlungen

Ignorieren Sie anhaltenden Schaum im Urin nicht.

Wenn Sie Bluthochdruck oder Diabetes haben, lassen Sie regelmäßig Urintests durchführen, auch wenn Sie sich gesund fühlen.

Halten Sie Ihren Blutdruck und Ihren Blutzuckerspiegel unter Kontrolle.

Vermeiden Sie den häufigen und unnötigen Gebrauch von entzündungshemmenden Medikamenten.

Pflegen Sie gesunde Lebensgewohnheiten konsequent, nicht nur für kurze Zeit.

Lassen Sie regelmäßig ärztliche Vorsorgeuntersuchungen durchführen, insbesondere wenn Sie Risikofaktoren aufweisen.

Anhaltender Schaum im Urin kann ein frühes Warnzeichen für eine noch reversible Nierenschädigung sein. Wer diese Signale frühzeitig beachtet, kann sein lebenswichtiges Organ schützen, bevor das Problem irreversibel wird. Ignoriert man sie hingegen, kann die Schädigung erst dann entdeckt werden, wenn es zu spät ist. Sich heute um seine Nieren zu kümmern, ist eine Investition in die Lebensqualität der Zukunft.

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