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Wenn Lust zur Belastung wird: Unerwartete Verletzungen im Zusammenhang mit Sexualität

Sex wird meist mit Nähe, Vergnügen und emotionaler Verbindung assoziiert. Was jedoch selten offen angesprochen wird: Viele Menschen machen im Zusammenhang mit sexuellen Aktivitäten körperliche Verletzungen – teilweise mit ernsthaften Folgen.

Laut einer Umfrage von Superdrug OnlineDoctor gaben über 60 % der Befragten an, mindestens einmal in ihrem Leben beim Sex verletzt worden zu sein. Diese Zahl zeigt, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein reales, oft unterschätztes Gesundheitsthema.

Von 1.662 Teilnehmenden berichteten 1.023 Personen, dass sie sich während sexueller Aktivitäten verletzt hatten – nicht nur im Schlafzimmer, sondern auch an anderen Orten wie im Bad, auf dem Sofa oder in der Küche. Die gemeldeten Verletzungen reichten von leichten Schürfwunden und Muskelzerrungen bis hin zu Schleimhautverletzungen, Harnwegsinfektionen, anhaltenden Rückenschmerzen oder sogar Krankenhausaufenthalten.

Häufigste Ursache: Überlastung und fehlende Körperwahrnehmung

Die Umfrage ergab, dass 37 % der Verletzungen auf zu intensiven oder zu lange andauernden Geschlechtsverkehr zurückzuführen waren. Wird der Körper nicht ausreichend geschont oder auf Warnsignale geachtet, steigt das Verletzungsrisiko deutlich – insbesondere bei Frauen.

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Zudem zeigen die Ergebnisse, dass bestimmte Situationen und Positionen häufiger mit Beschwerden oder Verletzungen verbunden sind, vor allem dann, wenn sie hohe körperliche Belastung, ungünstige Winkel oder mangelnde Stabilität erfordern.

Situationen mit erhöhtem Verletzungsrisiko (nach steigender Häufigkeit)

  • Sexuelle Aktivitäten mit dem Mund: Ein kleiner Prozentsatz berichtete über Verletzungen, meist verursacht durch mangelnde Vorsicht oder fehlende Kommunikation.

  • Körperlich anspruchsvolle Positionen: Haltungen, die Balance oder Kraft erfordern, können zu Stürzen oder Muskelproblemen führen.

  • Sex im Stehen oder unter der Dusche: Rutschige Untergründe und instabile Körperhaltung erhöhen das Risiko deutlich.

  • Starkes Dehnen oder ungewohnte Bewegungen: Fehlende Aufwärmung kann Krämpfe, Zerrungen oder Gelenkschmerzen verursachen.

  • Häufige Positionswechsel: Plötzliche Bewegungen können Rücken- oder Muskelverletzungen auslösen.

  • Positionen mit starkem Druck und wiederholter Belastung: Diese stehen besonders häufig mit Rücken-, Knie- oder Schleimhautverletzungen in Zusammenhang.

Was hilft, Verletzungen zu vermeiden?

Medizinische Fachpersonen empfehlen einige grundlegende, aber wichtige Maßnahmen:

  • Auf den eigenen Körper hören: Schmerzen sind Warnsignale und sollten ernst genommen werden.

  • Offene Kommunikation

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    mit der Partnerperson über Grenzen und Wohlbefinden.

  • Ausreichende Vorbereitung: Entspannung, langsames Vorgehen und gegebenenfalls unterstützende Hilfsmittel.

  • Keine Scheu vor ärztlicher Hilfe: Bei Beschwerden oder Verletzungen ist Ehrlichkeit entscheidend für eine korrekte Behandlung. Solche Fälle sind für medizinisches Personal keineswegs ungewöhnlich.

Fazit

Verletzungen im Zusammenhang mit Sexualität sind weiter verbreitet, als viele annehmen. Sie entstehen meist nicht durch den Akt selbst, sondern durch Überforderung, fehlende Achtsamkeit oder mangelnde Kommunikation. Wer den eigenen Körper respektiert, auf Warnzeichen achtet und offen spricht, kann Risiken deutlich reduzieren – und dafür sorgen, dass Intimität vor allem eines bleibt: etwas Positives für Körper und Gesundheit.

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