Haben Sie jemals eine Bluse angezogen, die Sie absolut lieben… und dann innegehalten, als Sie Ihr Spiegelbild erblickten und spürten, dass etwas nicht ganz stimmt?
Vielleicht wirkt die Augenpartie dunkler. Ihre Haut erscheint weniger strahlend. Oder Ihr Gesicht sieht plötzlich müder aus, als Sie es in Erinnerung haben. Was, wenn das Problem gar nicht am Schnitt oder Stil liegt, sondern an der Farbe?
Manche Farbtöne, selbst die modischsten, können subtil beeinflussen, wie erholt oder strahlend wir aussehen. Die richtigen Nuancen verstärken unsere Ausstrahlung; die falschen lassen sie unmerklich verblassen.

Warum wirken bestimmte Farben ab 50 weniger schmeichelhaft?
Mit den Jahren stellen viele Frauen fest, dass Farben, die einst fantastisch aussahen, nicht mehr dieselbe Wirkung haben. Das ist kein Fehler – es ist Physik.
Jede Farbe reflektiert das Licht anders auf das Gesicht. Ist ein Farbton zu grell, zu flach oder farblos, kann er übermäßige Kontraste erzeugen oder die Gesichtszüge blass wirken lassen. Das führt oft zu einem schwereren oder müden Aussehen.
Die gute Nachricht? Schon eine kleine Änderung der Farbwahl kann Ihren Look im Handumdrehen auffrischen – fast wie die Bräune, die man nach einem langen Spaziergang am Meer verspürt.
Schwarz: zeitlos, aber nicht immer dein bester Freund
Schwarz ist ein zeitloser Klassiker in der Garderobe. Es wirkt schick, schlankmachend und mühelos. Doch wenn es nah am Gesicht getragen wird, kann es Schatten verstärken und Gesichtszüge stärker betonen, als wir es beabsichtigen.
Wenn Schwarz ein fester Bestandteil Ihrer Garderobe ist (und das ist durchaus verständlich), sollten Sie in Erwägung ziehen, es unterhalb der Taille zu tragen – oder es im Gesichtsbereich mit leuchtendem Schmuck, helleren Schals oder einem Hauch frischem Make-up aufzulockern.

Dunkelblau: elegant, aber manchmal zu zurückhaltend.
Dunkelblau wird oft als sanftere Alternative zu Schwarz empfohlen, doch vielen Hauttönen fehlt es mitunter an Leuchtkraft. Ist der Farbton zu intensiv, kann die Haut fahl oder uneben wirken, als ob das Licht nicht reflektiert würde.
Leuchtendere Blautöne – Königsblau, Kobaltblau, Indigoblau oder Pfauenblau – wirken in der Regel weitaus schmeichelhafter und verstärken auf natürliche Weise Ausstrahlung und Klarheit.
Pastellfarben: zart, aber gelegentlich anstrengend
Pastelltöne erinnern an Frühlingsmorgen, luftige Strickwaren und sanftes Sonnenlicht. Auf manchen Hauttönen können sie jedoch zu sehr mit dem Teint verschmelzen und einen fahlen oder müden Eindruck erwecken.
Statt sie ganz zu streichen, versuchen Sie, Pastellfarben in kleineren Dosen einzusetzen – zum Beispiel bei Accessoires, Schals oder Handtaschen – oder wählen Sie kräftigere Varianten wie ein zartes Himbeerrot, Korallenrosa oder ein leuchtendes Himmelblau.

Khakigrün: stilvoll, aber nicht jedermanns Sache
Khaki, in den letzten Modesaisons ein Favorit, verleiht Struktur und einen markanten Look. Doch wenn es an Leuchtkraft fehlt, kann es das Gesicht fahl wirken lassen und Müdigkeit betonen.
Viele Hauttöne profitieren mehr von lebhafteren Grüntönen wie Salbei, frischem Olivgrün oder Smaragdgrün – Farben, die dem Teint sofort Tiefe und Vitalität verleihen.
Neonfarben: energiegeladen, aber auch überwältigend
Neonfarben sind kräftig, verspielt und unübersehbar – sie verleihen jedem Outfit das gewisse Etwas. Doch ihre Intensität kann das Gesicht überstrahlen und Linien oder Schatten betonen.
Wenn Sie ihre lebhafte Energie lieben, setzen Sie sie als Akzente ein – bei Schuhen, Handtaschen oder Schals –, damit Sie den Spaß genießen können, ohne dass die Farbe von Ihrer natürlichen Ausstrahlung ablenkt.
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