Der kleine Junge auf diesem Foto ist der junge Donald Trump, aber fast niemand kann es erkennen.
Ein verblasstes Kinderfoto hat kürzlich im Internet für Furore gesorgt. Das Bild, das einen jungen, blonden Jungen mit großen, suchenden Augen zeigt, ging viral. Nicht etwa wegen der Bildkomposition, sondern weil aus dem Kind später eine der bekanntesten und umstrittensten Persönlichkeiten der Welt werden sollte: Donald J. Trump.
Die Kommentare unter dem viralen Instagram-Post reichen von Bewunderung bis zu Wut. Von Kommentaren wie „ Oh, wie süß !“ und „ Kein Monster. Ich stehe an deiner Seite!“ bis hin zu einem Kommentar wie: „ Wie schade, dass aus dem Jungen auf diesem Foto ein unverbesserliches, unmoralisches Ungeheuer geworden ist.“ Das Foto löst im Internet weiterhin heftige Reaktionen aus, sobald bekannt wird, wer dieser unschuldige, kleine Junge ist.
Druck und Privilegien

Auf den ersten Blick wirkt das Kinderfoto des jungen Donald Trump völlig unspektakulär und unscheinbar. Der ruhige, gelassene Gesichtsausdruck des Jungen lässt nichts von den heftigen Kontroversen und Debatten erahnen, die Donald Trump später umgeben sollten. Doch unter der Oberfläche dieses unschuldigen Blicks verbarg sich der Keim einer Zukunft, die von Privilegien und Druck gleichermaßen geprägt war.
Donald John Trump wurde am 14. Juni 1946 in Queens, New York , als viertes von fünf Kindern der Familie Trump geboren. Sein Vater, Fred Trump, war ein erfolgreicher Immobilienentwickler, bekannt für seine strenge Arbeitsmoral und seine kompromisslosen Ansprüche. Im Hause Trump herrschten komfortable Verhältnisse, aber keine Sorglosigkeit. Fred Trumps Weltanschauung war einfach: Das Leben war ein Wettkampf, und nur die Gewinner überlebten.
Die Familiendynamik der Trumps
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Donald Trumps Kindheit war geprägt von einem strengen, leistungsorientierten Umfeld. Fred Trump, ein Mann weniger Worte, aber mit starken Meinungen, glaubte an harte Liebe. Er vermittelte seinen Kindern die Bedeutung von Erfolg, Wettbewerbsfähigkeit und Durchhaltevermögen. Im Hause Trump galt Verletzlichkeit als Schwäche, und Aggression wurde oft belohnt.
Donalds Mutter, Mary Anne MacLeod Trump, erkrankte während Donalds prägenden Jahren schwer, wodurch eine große Lücke in seiner mütterlichen Bezugsperson entstand. Laut mehreren Biografen trug diese Abwesenheit möglicherweise dazu bei, dass der junge Donald Trump sich zunehmend an den Werten und der Weltanschauung seines Vaters orientierte.
Der junge Donald Trump beim Militär

Als Kind war der junge Donald Trump energiegeladen, selbstbewusst und mitunter schwer zu bändigen. Sein starker Wille kollidierte oft mit den von seinen Eltern gesetzten Grenzen. Mit 13 Jahren war sein Verhalten so ungebärdig geworden, dass seine Eltern beschlossen, ihn auf die New York Military Academy zu schicken, ein privates Internat, das für seine strenge Disziplin und seinen anspruchsvollen Lehrplan bekannt ist.
Der junge Donald Trump blühte an der Militärakademie auf, wo sein Wettbewerbsgeist gefördert und belohnt wurde. Das von Hierarchie, Ordnung und körperlicher Konfrontation geprägte Umfeld der Schule entsprach seiner Persönlichkeit. Die Kultur des Wettbewerbs und der Dominanz an der Akademie bestärkte ihn in den Lektionen, die er von seinem Vater gelernt hatte: Im Leben gibt es Gewinner und Verlierer, und er war fest entschlossen, zu den Gewinnern zu gehören. Die Jahre an der Militärakademie prägten den jungen Donald Trump nachhaltig. Die Erfahrung machte ihn nicht weicher, sondern schien ihn im Gegenteil zu verhärten.
Von der Militärschule zur Mediensensation

Donald Trumps Werdegang von einer privilegierten, aber von hohem Druck geprägten Kindheit über die Militärakademie bis hin zu globaler Berühmtheit und politischer Macht gibt Einblick in die Kräfte, die seinen Charakter formten. Seine frühen Jahre waren von Luxus und strengen Erwartungen geprägt, wobei der unbedingte Siegeswille und die Härte seines Vaters einen bleibenden Eindruck hinterließen.
Von der Unschuld zur Schande

Mit zunehmendem Alter wurden Trumps öffentliche Auftritte immer umstrittener. Seine Äußerungen und Handlungen als Präsident, von seinen außenpolitischen Ambitionen bis hin zu seiner Bereitschaft, verfassungsmäßige Normen in Frage zu stellen, haben die Spaltung nur noch vertieft. Jüngste Schlagzeilen hoben Trumps provokante Rhetorik hervor, etwa seine Ambitionen, Kanada zu annektieren. Auch seine Pläne, Grönland zu erwerben, stießen bei den betroffenen Nationen auf Ungläubigkeit und Widerstand.


