Ein Überlebender des Nova-Festivals beging Selbstmord, zwei Jahre nachdem seine Freundin vor seinen Augen getötet worden war……..

Berichten zufolge haben Israel und die Hamas einer ersten Phase eines Friedensplans zugestimmt. Trotz dieses diplomatischen Signals bleibt deutlich, dass die Ereignisse des 7. Oktober 2023 und der darauffolgende Krieg tiefe Spuren bei vielen Betroffenen hinterlassen haben.
Eines dieser Schicksale ist das von Roei Shalev, einem Überlebenden des Angriffs auf das Nova-Musikfestival in Israel.
Ein Überlebender mit schweren seelischen Belastungen
Beim Angriff auf das Festival verlor Roei enge Menschen aus seinem Umfeld. Er selbst überlebte und wurde später in Sicherheit gebracht. Freunde und Unterstützer beschrieben ihn in der Folge als ruhig, hilfsbereit und engagiert innerhalb der Gemeinschaft der Überlebenden.
Wie viele andere Betroffene kämpfte Roei jedoch mit den psychischen Nachwirkungen der Ereignisse. Fachleute weisen darauf hin, dass solche Erlebnisse langfristige emotionale Belastungen verursachen können, auch wenn die körperlichen Gefahren vorbei sind.
Eine Familie unter außergewöhnlichem Druck
Auch Roeis Familie blieb von den Folgen nicht verschont. In den Wochen nach den Ereignissen kam es zu weiteren schweren Einschnitten, die das familiäre Umfeld zusätzlich belasteten. Angehörige berichten von anhaltender Trauer und dem Gefühl, keinen normalen Alltag mehr führen zu können.
Ein weiterer Verlust
Im Januar 2025 wurde Roei Shalev tot aufgefunden. Die genauen Umstände werden weiterhin von den Behörden untersucht. Offizielle Stellen machten keine detaillierten Angaben, baten jedoch um Zurückhaltung und Respekt gegenüber den Hinterbliebenen.
Mehrere Organisationen, darunter die Nova Community Foundation, erinnerten in Stellungnahmen an Roei als einen Menschen, der anderen Halt gegeben habe, obwohl er selbst stark belastet gewesen sei.
Gesellschaftliche Debatte über psychische Gesundheit
Der Fall hat in Israel erneut eine Diskussion über die langfristigen psychischen Folgen von Terror und Gewalt ausgelöst. Politiker, Hilfsorganisationen und Fachkräfte betonen, dass Überlebende nicht nur kurzfristige Unterstützung benötigen, sondern auch langfristige Begleitung.
Der Politiker Yair Golan erklärte, es sei eine gesellschaftliche Verantwortung, Menschen mit traumatischen Erfahrungen nicht allein zu lassen und bestehende Hilfsangebote auszubauen.
Eine stille Mahnung
Roei Shalevs Geschichte steht stellvertretend für viele Menschen, deren Leben durch Gewalt nachhaltig verändert wurde. Sie macht deutlich, dass die Folgen solcher Ereignisse oft weit über den eigentlichen Moment hinausreichen.
Experten rufen dazu auf, psychische Belastungen ernst zu nehmen, frühzeitig Unterstützung zu suchen und offen über Hilfsangebote zu informieren – ohne Stigmatisierung und ohne Sensationsdarstellung.


